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Induktive Härteanlagen – Reproduzierbarkeit durch Induktion

Mit Hilfe der induktiven Erwärmung und anschließendem Abschrecken mit Kühlmittel ist es möglich, die Gefüge Struktur von Stahl  gezielt zu beeinflussen, um Bauteile induktiv zu härten. Mit den steigenden Herausforderungen an Belastbarkeit und Langlebigkeit bei gleichzeitigem Wunsch nach Gewichts- und Kostenreduzierung, die die Industrie und der Fahrzeugbau mit sich bringen, steigen auch die Einsatzgebiete für induktive Härteanlagen. Inzwischen finden diese Anwendungen bei der Zahnradhärtung, bei der Zahnwellenhärtung, bei der Kurbelwellenhärtung, bei der rotationssymmetrischen Wellenhärtung sowie zur Härtung von Naben oder Laufbahnen z.B. von Großlagern. Hierbei muss eine exakte Einbringung der benötigten Energie und somit eine absolute Reproduzierbarkeit der Ergebnisse gewährleistet werden, da die immer enger gesteckten Toleranzen absolute Präzision erfordern. Das induktive Härten bedarf einer definierten Aufheizung mit anschließendem Halten der gewünschten Temperatur und Abschrecken nach der festgelegten Haltezeit. Im Bedarfsfall kann  das Produkt anschließend noch angelassen werden. Im Endergebnis sind deutlich leichtere Produkte mit deutlich verbesserten Gefüge Eigenschaften realisierbar.

Induktive Härteanlagen haben gegenüber konventionellen Öfen deutliche Vorteile. Diese umfassen unter anderem den Entfall der Aufheizzeit der Anlage beim Anfahren, die schnellere Aufheizung der Werkstücke, eine Reduzierung der Erwärmungszeit, da die Wärme direkt im Bauteil erzeugt wird, sowie die Möglichkeit die Wärme gezielter einzuleiten um somit nur die gewünschten Teilbereiche zu härten und  den Verzug zu minimieren. Somit verbessern Sie Ihre Qualität, erhöhen Ihren Durchsatz, senken die Energiekosten und schlussendlich auch die Kosten des fertigen Bauteils.

Bei jeder Härte- oder Glühanlage sind Zeit sowie eine exakt geregelte Temperatur und Eindringtiefe wichtige Faktoren. Daher bieten wir Ihnen für Klein- sowie Großanlagen die Möglichkeit des Abfahrens von zeitbestimmten Rezepten und Systemen,  die die Ergebnisse zur Qualitätssicherung aufzeichnen.
Die benötigten Parameter können Sie je nach Bedarf abrufen.

Bauteilkonturerwärmung

Viele Anwender stehen in diesem Bereich vor der Aufgabe, eine komplexe Form gleichmäßig oder partiell zu erwärmen. Für diese Herausforderung haben wir uns intensiv mit dem Thema der Bauteilkonturerwärmung auseinandergesetzt und in den vergangenen Jahrzehnten viel Knowhow gesammelt.

Induktives Härten – Effizient und ökonomisch

Wir haben die Möglichkeit Induktoren im Vorfeld  zu simulieren und die entstehenden Versuchsinduktoren mit Hilfe einer Wärmebildkamera abzustimmen. Trotz alledem darf auch die Energieeffizienz einer solchen Anlage nicht aus den Augen verloren werden. Darum bieten wir Ihnen auch Härteanlagen an, die die Leistungsabgabe an die Materialdurchsätze anpassen und die Frequenz entsprechend dem Kopplungsabstand regulieren. Darüber hinaus können wir  die Anlagen auch so projektieren, dass Sie einzelne Induktoren nach Bedarf zu - oder abschalten können und unabhängig voneinander in der Leistung variieren. So lässt sich bspw. die Leistungsabgabe der Anlage bei geringerem Durchsatz stark reduzieren. Zugleich kann ein exakt reproduzierbares Endergebnis erzielt werden.

Induktive Komplettanlagen – maßgeschneidert und zukunftsorientiert

Die Zusammenstellung der Einzelkomponenten und Baugruppen ist so präzise aufeinander abgestimmt, dass sich hocheffiziente und vollautomatische induktive Härteanlagen realisieren lassen, die sowohl große Durchsätze als auch Kleinserien mit reproduzierbar hoher Qualität härten können. Dabei fällt ein großes Augenmerk sowohl auf eine lange Standzeit der Komponenten als auch eine langfristige Verfügbarkeit der Ersatzteile.

Die von uns angebotenen Umrichter können mit verschiedenen Zusatzsystemen ausgestattet werden, welche die perfekte Abstimmung auf die Herausforderungen in Ihrer Produktion und auch den Einzug von Industrie 4.0 ermöglichen.

Beispiele dafür sind z.B.:

  • der „Paperless-Recorder“, der bei Bedarf alle Betriebsdaten wie Temperatur, Abschnittsgrößen und Durchsatz des zu vergütenden Materials aufnehmen, abspeichern und wieder aufrufen kann, und somit eine reproduzierbar hohe Qualität noch leichter erreichbar macht.
  • die Möglichkeit „Wärmeparameter“ abfahren zu können
  • mehrere Inverter zu integrieren um die Leistung der einzelnen Induktoren unabhängig zu regeln oder eine automatische Zonenabschaltung zu realisieren, um somit perfekt auf kleinere Werkstückgrößen oder Durchsatzmengen reagieren zu können, wodurch die Energieeffizienz der Anlage durch Wegfall bzw. Verringerung von Induktoren- und Programmwechseln optimiert wird.


Die Umrichter sind, trotz Ihrer kompakten Bauweise, sehr wartungsfreundlich aufgebaut und lassen sich entweder als separater Umrichter Schrank oder als Unterbau für die Anlage realisieren. Dank des modularen Aufbaus finden unsere Anlagen fast überall Platz und lassen sich auch bei der Umrüstung einer Altanlage sehr gut in das bestehende Anlagenkonzept integrieren.

Für die Handhabung des Materials können Zusatzoptionen wie Beladung und Entladung, Transportsysteme, Drehtische, Karusselltische, Magazine, Aufnahmefutter oder Robotersysteme sowie Portallader integriert werden.

Bitte kontaktieren Sie unseren Vertrieb für die Beratung bei Ihren individuellen Projekten.